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Uwe Wiedemann
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6.2  Mitteilungen

ROLF hat das Mitteilen vom Informieren unterschieden. Er beschreibt das Mitteilen als speziellen Fall des Informierens, bei dem als zusätzliche Bedingung der Sprecher nicht verpflichtet ist, zu sagen, was er sagt. Oder wie es ROLF auch ausdrückt: Mitteilungen werden freiwillig gemacht.[1]

Mir scheint der Bezug zu Verpflichtungen gekünstelt. Welche Instanz soll die Verpflichtungen aussprechen, die hier gemeint sind?

Die Verweise auf die Verpflichtungen und auf die Freiwilligkeit sind nicht äquivalent, da ich auch Verpflichtungen (wie auch immer sie näher bestimmt sind) freiwillig ausführen kann.

Man könnte die Bestimmung des Mitteilens durch ROLF als freiwilliges Informieren im propositional hermeneutischen Fall wie folgt rekonstruieren:

IVp(X, Y, f, M, [t1, t2]) Ù Pp(X, T(X, f, [t1, t2]), [t1, t2]).

Die Analyse für die formalen Fälle verläuft analog.

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[1] ROLF, E.: Illokutionäre Kräfte. Grundbegriffe der Illokutionslogik. Opladen 1997, 145

 

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