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Uwe Wiedemann
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4.3.4  Abstrahierte Intentionsprädikate

Grundsätzlich haben wir zumindest drei Möglichkeiten von Parametern zu abstrahieren: das Einsetzen von Konstanten, das Quantifizieren mit dem Allquantor und das Quantifizieren mit dem Existenzquantor. MEGGLE abstrahiert über den von ihm vorgeschlagenen Intentionalitätsbegriff mit dem Existenzquantor, indem er bestimmt: I(X, f) genau dann, wenn es ein M gibt mit I(X, f, M) [1]. Dieses Vorgehen läßt sich auf unsere Prädikate der Intention übertragen. Bei unserer Relativierung auf die Zeit ergibt sich [2]:

Definition: Ip(X, f, [t1, t2]) =df $M Ip(X, f, M, [t1, t2])

Definition: Ip(X, f, [t1, t2]) =df $M Ip(X, f, M, [t1, t2])

Definition: Is(X, f, [t1, t2]) =df $M Is(X, f, M, [t1, t2])

Wir haben schon an früherer Stelle zwei Prädikate von PHILIPP [3] erwähnt. Das erste dieser Prädikate war T(x, p, t1, t2) - welches mit unserem Prädikat T(X, M, [t1, t2]) nicht verwechselt werden darf - und das für "x bemüht sich im durch t1 und t2 begrenzten Zeitintervall darum, p herbeizuführen" steht. Wir haben dieses Prädikat nicht als Grundprädikat in unsere Theorie aufgenommen, da wir es mit unserem Begriff der Intention recht gut als $f I(X, f, M, [t1, t2]) umschreiben können, wobei wir in Abhängigkeit von den jeweiligen Intentionen unterschiedliche Ergebnisse erhalten.

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[1] MEGGLE, G.: Grundbegriffe der Kommunikation. Berlin/New York 21997, 123
[2] Ein neues Symbol einzuführen ist nicht nötig, da die Stellenzahl angibt, um welchen Intentionsbegriff es sich jeweils handelt. [3] PHILIPP, P.: Logik deskriptiver normativer Begriffe. In: Philosophie und Logik. Frege-Kolloquien Jena 1989/1991 (ed. W. STELZNER). Berlin/New York 1993, 252

 

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