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Uwe Wiedemann
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4.1.2  Hermeneutisch implizites inneres Wollen

Es lassen sich in Analogie zu den Prädikaten der impliziten inneren Akzeptation Prädikate des impliziten inneren Wollens einführen.

Wir definieren zunächst das propositional hermeneutisch implizite innere Wollen. Dieses Prädikat nimmt darauf Bezug, wie das Subjekt den Satz, zu dem es die entsprechende explizite Einstellung hat, versteht [1]. Mit diesem Prädikat erhalten wir damit wiederum die Möglichkeit vom Sprachverständnis des Subjektes zu abstrahieren.

Definition: (propositional hermeneutisches implizites inneres Wollen)

Pp(X, M, [t1, t2]) =df $N (VB(X, N, M, [t1, t2]) Ù P(X, N, [t1, t2]))

Folgerung: ⊢ Pp(X, M, [t1, t2]) Ù t1 £ t3 £ t4 £ t2 É Pp(X, M, [t3, t4])

Es gilt weiter:

Satz: Wenn ⊢ M º N, so ⊢ Pp(X, M, [t1, t2]) º Pp(X, N, [t1, t2])

Diese Eigenschaft gilt unabhängig von Annahmen über die Rationalität von X. Für das explizite innere Wollen gilt - wie oben festgestellt - diese Eigenschaft nicht. Auch das stärkere Prinzip Wenn ⊢ M É N, dann ⊢ Pp(X, M, [t1, t2]) É Pp(X, N, [t1, t2]) ist nicht beweisbar.

In Analogie zur konklusiv hermeneutischen impliziten inneren Akzeptation könnten wir auch ein Prädikat des konklusiv hermeneutisch impliziten inneren Wollens bilden. Wir verzichten hier jedoch darauf.

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[1] STELZNER, W.: Epistemische Logik. Berlin 1984, 50

 

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