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3.3  Hermeneutische implizite innere Akzeptation

Wir definieren die hermeneutische implizite innere Akzeptation im Anschluß an STELZNER. Dieses Prädikat bezieht sich darauf, wie das Subjekt den Satz, zu dem es die entsprechende explizite epistemische Einstellung hat, versteht. [1] Damit wird bei diesem Prädikat der Übergang in die Analysesprache vollzogen.

Definition: (propositional hermeneutische implizite innere Akzeptation)

Aip(X, M, [t1, t2]) =df $ N (VB(X, N, M, [t1, t2]) Ù Ai(X, N, [t1, t2]))

Folgerung: ⊢ Aip(X, M, [t1, t2]) Ù t1 £ t3 £ t4 £ t2 É Aip(X, M, [t3, t4])

Weiter gilt:

Satz: Wenn ⊢ M º N, so ⊢ Aip(X, M, [t1, t2]) º Aip(X, N, [t1, t2])

In ähnlicher Weise führt STELZNER auch die konklusiv hermeneutische implizite innere Akzeptation ein, die uns hier nicht interessiert. [2]

Aus dem genannten Satz ergeben sich Zusammenhänge wie z. B.

Folgerung: ⊢ Aip(X, M Ù M, [t1, t2]) º Aip(X, M, [t1, t2])

Folgerung: ⊢ Aip(X, M Ù N, [t1, t2]) º Aip(X, N Ù M, [t1, t2])

Diese Zusammenhänge gelten unabhängig von Annahmen über die logischen Fähigkeiten von X. Man beachte, daß ähnliche Prinzipien für Ai nicht gelten und das Subjekt auf satzlogischer Ebene gar keine Konjunktion kennen muß.

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[1] STELZNER, W.: Epistemische Logik. Berlin 1984, 50
[2] STELZNER, W.: Epistemische Logik. Berlin 1984, 51

 

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